Freitag, 24. April 2015

"bpa frei" ist keine Garantie auf Schadstofffreiheit!

Ein weiteres Kapitel in meinen Recherchen zum Thema Plastikproblem. Bereits in meinem inzwischen 4 Jahre alten Artikel zum Thema "Plastikproblem", habe ich erwähnt, dass allein die Tatsache, dass ein bestimmter Kunststoff keine bekannten giftigen Substanzen enthält nicht bedeutet, dass er keine giftigen Substanzen enthält - nur, dass uns diese evtl noch gar nicht bekannt sind! Denn viele der Zusatzstoffe in Kunststoffen sind bisher noch gar nicht richtig getestet worden.
Oft liest man heute auf diversen Plastikprodukten (insbesondere Babyprodukten) groß den Aufdruck


bpa frei


Beim Surfen im Netz bin ich nun auf die Information gestoßen, dass Firmen, die ihre Ware als bpa-frei (Bisphenol-A frei) deklarieren, häufig anstatt des inzwischen schwer in Verruf geratenen Bisphenol-A, schlicht zu einem Verwandten, dem Bisphenol-S, greifen.
Auch Bisphenol-S wirkt jedoch, wie auch Bisphenol-A, wie Oestrogen. Was einerseits bedeutet, dass es den Hormonhaushalt des Körpers ziemlich durcheinanderbringen kann und andererseits, dass es bereits in sehr geringen Dosen wirkt. Eine wirklich schlechte Kombi!
Bisher wurde Bisphenol-S überwiegend in den USA und Japan in Produkten gefunden (beispielsweise in Thermopapier, es wurde aber auch im Urin nachgewiesen) aber wir wissen ja, wie gerne Europa Trends aus den USA übernimmt und wer weiß schon so genau, wo die Produkte eigentlich hergestellt werden oder woher die Herstellerfirmen ihre Rohstoffe beziehen.

Versucht daher bitte Plastik, insbesondere wenn es häutig in Kontakt mit der Haut und/oder Lebensmitteln kommt ganz zu vermeiden und auf Stahl, Glas, Holz oder andere Materialien zurückzugreifen. Nicht nur wegen eurer Gesundheit, sondern auch weil der  Plastikmüll wahrlich unseren Planeten zumüllt!
Einige Tipps dazu findet ihr in meinen bisherigen Posts zu dem Thema:

Das Plastikproblem - Ein Überblick
Plastik vermeiden - Tipps für Haushalt und Alltag
Plastikfreies Baby



Quellen:
Greenmed.info
alliance for natural health
beide Seiten beziehen sich auf zwei Artikel (1, 2), die im May 2012 in der "Environmental Science &  Technology" erschienen sind. Es dauert anscheinend Jahre, bis wissenschaftliche Erkenntnisse beim Endverbraucher ankommen, so wichtig sie auch sind.

Kommentare:

MrsFluegelwesen hat gesagt…

Oh... Ich habe mir extra eine Nalgene Flasche gekauft, da sie bpa frei ist. Allerdings ist sie aus Plastik. :(

Birdie hat gesagt…

Hm, ja also wie gesagt, ich würde es vermeiden. Stahlflaschen sind auch nicht viel schwerer. Bei Kivanta.de gibt es ganz tolle von klean kanteen.

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