Mittwoch, 23. Oktober 2013

Seitanwürste Selbstgemacht


Nach Monaten Ruhe auf diesem Blog wird heute schon gleich der dritte Beitrag veröffentlich:
Ich habe vor einiger Zeit zum ersten mal Seitanwürste selbstgemacht. Das wollte ich schon ewig mal testen. Mein Mann und ich essen unsere Hauptmahlzeit immer eher mittags, am Abend reicht mir dann oft ein Sojajoghurt mit Obst, ein paar Scheiben Brot oder ein Salat oder sowas. Mein Mann hingegen hat dann oft Lust auch was herzhaftes was auch nochmal richtig satt macht. Er hat eben einen höheren Grundumsatz als Mann. Klar, man kann auch Seitan- oder Tofuwürste kaufen, aber abgesehen von den Kosten, wenn man das täglich isst, enthalten einfach superviele vegane "Ersatzprodukte" Knoblauch. Ich verstehe gar nicht wieso? Man kann doch auch wirklich noch anders würzen und wer riecht im Alltag schon gerne nach Knobi, also wir jedenfalls nicht unbedingt. Also wollte ich für meinen Schatz selbst Seitanwürste herstellen, die er dann abends essen kann ohne am nächsten Tag nach Knoblauch zu duften.

Ich hab ja in der Vergangenheit schon ein paar mal mit Seitan herumexperimentiert, teilweise selbst das Mehl ausgewaschen wie hier oder hier und auch schonmal mit Glutenmehl gearbeitet wie hier. Dabei habe ich festgestellt, dass es doch recht schwer ist die Konsistenz zu erreichen, die man von fertigen Seitanprodukten aus dem Handel kennt. Mein Seitan war immer etwas labberiger und gummiartiger.
Das Geheimnis ist folgendes: Man muss den Seitan einsperren. Ganz gut hat das funktioniert, als ich vor ein paar Jahren mal einen veganen Seitan-Weihnachtsbraten gemacht habe, da wurde der Seitan durch den Blätterteig eingesperrt und somit daran gehindert, sich gummiartig auszudehnen.

Ein anderer Trick ist den Seitan in Backpapier und Alufolie einzupacken und dann im Ofen 50 Minuten zu backen. Den Tipp habe ich von der wunderbaren Seite vegan Kochen mit Ente (Ente hat inzwischen übrigens auch ein eigenes Kochbuch herausgebracht, sehr empfehlenswert!)

Die Zutaten für meine Seitanwürste habe ich jedoch nicht von Entes Seite, sondern aus einer neuen App, die zu der Seite VeganNomNoms.net gehört. Das Kochen mit der App war super praktisch und die Würste sind super gelungen. Mein Mann und ich fanden sie beim ersten Versuch lediglich ein wenig zu mehlig, aber ich glaube das liegt daran, dass ich etwas zu viel Sojamehl verwendet habe. Beim zweiten Versuch habe ich weniger genommen und es wurde besser.
Ein bisschen stört mich jedoch, dass man dabei so viel Müll produziert (Backpapier und Alufolie), vielleicht könnte man auch eine Riesenwurst herstellen und die anschließend in Scheiben schneiden. Das wird vielleicht beim nächsten Mal getestet. :-)

Die Zutaten, sieht umfangreicht und kompliziert aus, ist dann aber doch echt einfach.

Der übliche Seitan-Gehirnklumpen nach dem Durchkneten. :-)

Die Würste in Backpapier eingepackt.
 

Wirsinggemüse mit Rosmarinroulade


Ich habe auch mal wieder ein Rezept für Euch und es ist sogar etwas Herzhaftes: Wirsinggemüse mit Rosmarinroulade.


Zutaten (für 2 Personen):
- 1/2 Wirsingkohl
- 1 große Hand voll Kartoffeln
- Sojasahne
- Öl zum anbraten
- Gemüsebrühe- Gewürze (Salz, Pfeffer)
- Rosmarinroulade (von Wheaty)


Zubereitung:
Die Wirsingblätter gut waschen und in Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Etwas Öl in eine tiefe Pfanne oder einen Topf geben und den Wirsing darin anbraten. Die Kartoffeln hinzugeben und mit so viel brühe auffüllen, dass das Gemüse nicht ganz davon bedeckt ist. Das Ganze nun köcheln lassen, bis der Wirsing weich ist und etwas zusammenfällt und die Kartoffeln gar sind.
Währenddessen die Rouladen in einer Pfanne von allen Seiten scharf anbraten.
Das Gemüse mit Sojasahne, Salz und Pfeffer abschmecken und zusammen mit der Roulade auf einem Teller anrichten.

Ich war übrigens erst ein wenig enttäuscht, dass die Rouladen so mini sind, aber das wirkt nur so, das ist dann doch ganz schön viel, so viel, dass ich meine am Ende nichtmal aufgegessen habe.
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