Dienstag, 31. Mai 2011

Ist Vegan gesund?

Schon lange habe ich euch versprochen mal über dieses Thema zu schreiben. Heute hatte ich endlich mal die Zeit dazu. Ich möchte einfach mal die gängigsten Fragen, die man sich als Veganer vielleicht selbst stellt und die man immer wieder von Bekannten gestellt bekommt beantworten.


1. Woher bekommt ein Veganer sein Protein?
Mittlerweile ist meine Lieblingsantwort dazu: Das ist kein Problem, oder hast du schon mal von jemandem gehört, der unter Proteinmangel leidet? Tatsächlich ist Proteinmangel nämlich keine der gängigen Mangelerscheinungen. Viele Fleischesser behaupten auch gerne, dass das tierische Protein das beste sei und dass sich das menschliche Gehirn niemals so weit entwickelt hätte, hätte der Mensch nicht begonnen Fleisch zu essen.
Dazu folgendes: Proteine bestehen aus vielen Aminosäuren. Es gibt 22 verschiedene Aminosäuren, 8 davon sind essentiell, das heißt der Körper kann sie nicht selbst herstellen, diese 8 Amonosäuren müssen wir unserem Körper zuführen. Aus den Aminosäuren die der Körper bekommt, setzt er dann selbst die Proteine zusammen. Essen wir Proteine von Tieren, kann unser Körper diese Proteine nicht eins zu eins übernehmen, er nimmt sie erst auseinander, zerlegt sie also in die Aminosäuren, um anschließend die eigenen Proteine zu bauen. Richtig ist sicherlich, dass alle 8 essentiellen Amonisäuren im Fleisch enthalten sind, es also sehr praktisch ist Fleisch zu essen. ABER: es ist nicht notwendig. Unser Körper kann sich aus die Aminosäuren die er braucht aus verschiedenen Nahrungsmitteln zusammensuchen. Er kann sie sogar aus verschiedenen Mahlzeiten zusammensuchen. Es ist also nicht notwendig, dass man alle 8 essentiellen Aminosäuren in einer Mahlzeit zu sich nimmt. Man sollte lediglich darauf achten, dass man sie alle regelmäßig in seinen Nahrungsmitteln hat. Isst man regelmäßig Vollkornprodukte (Weizen, Reis) muss man sich um Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin keine Gedanken machen. Eine gute Quelle sind auch Nüsse, hiervon verzehrt man am besten ca. 1 Hand voll pro Tag.
Lasst euch nicht davon irritieren, dass heutzutage oft eine Proteinreiche und Kohlenhydratarme Kost zur Gewichtsreduktion empfohlen wird. Vollwertige Kohlenhydrate sind gesund und enthalten viele wichtige Inhaltsstoffe! Darauf sollte man nicht verzichten, als Veganer erst recht nicht.
Und zu dem Argument mit der Entwicklung des Gehirns: Natürlich war es für unsere Urahnen, die jedes Bisschen Nahrung mühsam beschaffen mussten ein großer Gewinn, eine so gute Proteinquelle wie ein Tier zu essen. Vor allem wenn man bedenkt, dass es den Ackerbau damals ja erst recht noch nicht gab. Aber heute ist eine andere Zeit, wir können in einen Supermarkt gehen und genau die Nahrung kaufen, die wir brauchen. Wir leben nicht mehr in Höhlen und jagen selbst, wir sind keine Steinzeitmenschen mehr! Das Argument ist also vielmehr eine Erklärung für etwas, das in frühester Vergangenheit liegt, es ist aber keinesfalls ein Grund für ein Verhalten in unserer heutigen Zeit!


2. Wie sieht es aus mit Vitaminen?
Von vielen Vitaminen wissen wir, dass sie insbesondere in frischem Obst und Gemüse enthalten sind. Da muss man sich als Veganer also keine Sorgen machen. Es gibt allein zwei „Problem-Vitamine“:
Vitamin D: Dieses Vitamin kann unser Körper selbst bilden, wir müssen es nicht mit der Nahrung aufnehmen. Dazu braucht der Körper allerdings Sonne. Wer täglich Sonne tankt, braucht sich also keine Sorgen zu machen. Die Entwicklung unserer Gesellschaft ist aber leider dahingehend, dass wir nicht mehr ausreichend mit Sonne versorgt sind. Dies betrifft nicht nur Veganer. Im Allgemeinen haben wir Mitteleuropäer oft einen kleinen Vitamin D-Mangel. Möchte man hier vorbeugen, sollte man öfter mal Avocados essen, was praktisch ist, da die echt lecker sind! Auch Pilze enthalten Vitamin D.
Vitamin B12: Vitamin B12 kommt entgegen weitverbreiteter Meinungen nicht im Fleisch direkt vor, sondern es wird ausschließlich von Mikroorganismen hergestellt. Diese Mikroorganismen wiederum kommen häufig im Verdauungstrakt von Lebewesen aber auch auf ungewaschenem Obst und Gemüse vor. Nicht nur aufgrund der aktuellen EHEC-Problematik würde ich davon abraten, Biogemüse und –obst nun nicht mehr zu waschen. Auch in der Biolandwirtschaft wird gedüngt, wenn auch mäßiger und gesünder. Außerdem weiß man nie, wer das schon alles in der Hand hatte. Also lieber die Nahrungsmittel gut waschen und Vitamin B12 supplementieren.
Die Vegan-Society empfiehlt drei Arten der Supplementierung, entweder einmal täglich ca.10 Mikrogramm (hier ist Veg1 ein guter Liferant), einmal wöchentlich 2000 Mikrogramm (2 Tabletten von Solgar) oder dreimal täglich mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel zu verzehren.

Ich persönlich nehme einmal die Woche die Hochdosierten Tabletten und wenn ich mich krank führe die Veg1, die enthalten zudem auch noch andere Vitamine (beispielsweise auch Vitamin D).


3. Wird man ausreichend mit Mineralien, z.B. Eisen versorgt?
Eisenmangel ist so eine weitere beliebte Thematik mit der man als Veganer und auch als Vegetarier konfrontiert wird. Grade Frauen neigen zu Eisenmangel, ich selbst hatte als Kind (als ich noch omni war) auch oft welchen. Bei meinem letzten Blutcheck hieß es allerdings, dass meine Eisenwerte niedrig seien, aber nicht besorgniserregend. Eine gute Eisenquelle sind wiederum Vollkornprodukte und auch Hülsenfrüchte. Wenn ihr Eisenmangel habt, solltet ihr den Konsum von Kaffee und schwarzem Tee einschränken, diese hemmen die Eisenaufnahme des Körpers, ebenso wie übrigens Milchprodukte!
Bei akutem Eisenmangel hilft Rote-Beete-Saft. Ärzte empfehlen oft Kräuterblut, hier ist aber Honig enthalten. Ob man das zu Gunsten der eigenen Gesundheit mal in kauf nimmt, muss jeder selbst entscheiden.


4. Und Calcium?
Am schlimmsten ist das Märchen mit dem Calcium: „Milch macht Müde Männer munter“, mit dieser und andere groß angelegte Werbekampagnen macht uns die Milchlobby seit Jahrzehnten vor, dass wir Milch brauchen, ja, das wir ohne sie einen Mangel erleiden würden. Tatsächlich ist der Mensch das einzige Lebewesen, dass nach seiner Stillzeit noch Milch trinkt und das auch noch von einer anderen Spezies. Milch ist ein Nahrungsmittel das für ein kleines Babytier gemacht wurde, dass innerhalb kürzester Zeit sein Gewicht verdoppelt und verdreifacht. Ich möchte mein Gewicht lieber nicht derartig verändern.
Es ist aber natürlich richtig, dass Milch jede Menge Calcium enthält. Milch enthält aber auch Phosphate. Diese Phosphate sind kein Problem für unseren Körper, wir können ihn mit Hilfe von Calcium verwerten. Und jetzt kommt das Problem: Es ist weniger Calcium in der Milch enthalten als wir brauchen um die Phosphate zu verarbeiten. Was macht unser Körper also? Er nimmt was von dem Calciumvorräten aus dem Körper. Unterm Strich bekommen wir also kein Calcium von der Milch, uns wird welches entzogen.

Jetzt fragt man sich, warum Mediziner bei Osteoporose denn dann ausgerechnet den Konsum von Milch und Milchprodukten empfehlen. Eine gute Frage, die Erklärung ist ganz einfach: Ernährungslehre spielt eigentlich keine Rolle in der Ausbildung von Medizinern. Ihr Wissen über Ernährung ist laut Peta nicht größer als das eines Abiturienten. Ihr Wissen deckt sich also mit der langläufige Meinung „Milch ist gut für uns“, geprägt von der Milchlobby.

Wenn euch mal jemand sagt: „Aber Milch ist doch gesund, du brauchst Milch“, fragt mal, woher die Person das weiß. Das wird sie euch nämlich sicherlich nicht sagen können. Das ist eines dieser „Das weiß man doch“ Aussagen, die in unser Bevölkerung leider sehr verbreitet sind, wenn auch ganz ohne Hand und Fuß.
Zwar tauchen immer mal wieder auch wissenschaftliche Untersuchungen auf, die die Gesundheit von Milchprodukten beweisen wollen, komischerweise sind diese Studien aber immer von der Milchindustrie gefördert.


5. Isst man als Veganer nicht viel zu viel Soja?
Meine persönliche Meinung: Wenn man nicht gerade morgens Brot mit Soja-Wurstersatz futtert, mittags ein Sojasteak brät und abends Salat mit Räuchertofu isst und zwischendurch noch jede Menge Yofu, wird das schon passen.
Soja enthält einen Stoff, der dem Östrogen ähnlich ist, also wie ein Hormon wirkt. Daher ist es schon richtig, darauf zu achten, dass man nicht zu viel Soja isst, also nicht in jeder Mahlzeit. Lieber mal Aufstriche auf Hefe- oder Sonnenblumenkernbasis benutzen und zu Seitan-Fleischersatz greifen.
Zwar essen Asiaten sehr viel Tofu und das schon sehr lange und gelten als ein ausgesprochen gesundes Volk (außer sie passen sich den westlichen Ernährungsgewohnheiten an), aber ich würd das nicht als Todschlagargument gelten lassen, da es gut sein kann, dass Asiaten das Soja besser vertragen. Sie vertragen beispielsweise auch viel mehr Jod als der Mitteleuropäer. Bei einer stark algenhaltigen Kost würden wir nämlich irgendwann Schilddrüsenprobleme bekommen.
Dennoch steht der Verzehr von Sojaprodukten in Zusammenhang zu einer Verringerung von Herzerkrankungen und Tumorerkrankungen wie Brustkrebs.

Man also feststellen: Vegan zu leben ist keineswegs ungesund. Man kann mit einer ausgewogenen veganen Ernährung alle Bedürfnisse des Körpers abdecken. Tatsächlich findet man in den Medien ja auch immer wieder die Aussage, dass Veganer sogar gesünder leben als der Bevölkerungsdurchschnitt, da wir uns einfach mehr mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen.
Ich würde sagen jemand der vegan lebt ohne über seine Gesundheit nachzudenken, also der typische Pudding-Veganer, macht wahrscheinlich genauso viele Fehler wie jemand, der einfach so omivor lebt ohne auf seine Gesundheit zu achten. Sprich: Einfach Tierprodukte vom Essensplan zu streichen und sich nur noch von Chips, Pommes und Sojapudding zu ernähren ist ungesund, genauso wie es ungesund ist ständig Burger, Pizza und Eis zu futtern.
Setzt man sich mit seiner Ernährung auseinander und stellt sie hauptsächlich aus Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, sowie etwas Sojaprodukten und Obst zusammen, ist das meiner Meinung nach nicht nur gesund, sondern gesünder als normale Mischkost.
Selbst die WHO bestätigt, dass eine ausgewogene Vegetarische Kost gesünder ist als Mischkost. Empfehlungen bezüglich der veganen Ernährung sind oft noch zurückhaltend, es wird empfohlen zu supplementieren und besonders auf die Nahrungszusammenstellung zu achten. Laut American Dietic Association stehen koronare Herzerkrankungen, Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel und Diabetes (also all unsere Zivilisationskrankheiten) in direktem Zusammenhang mit zu hohem Fleischkonsum.
Campbell geht in seinem Buch „The China Study“ sogar noch weiter und sagt, dass alle tiereiweißhaltigen Lebensmitteln schlecht für unsere Gesundheit seien, also auch Milchprodukte und Eier. Campbell hat in jahrelanger Forschung festgestellt, dass nicht nur Fleisch, sondern alle tierischen Eiweiße in Zusammenhang mit den heutigen Zivilisationskrankheiten stehen.


Quellen/Zum Weiterlesen:
- www.diechinastudy.de
- www.peta2.de/gesundvegan
- www.who.int/en/
- www.vegansociety.com
- www.veganissimo.vegan.de/band2/bereiche/milch.shtml
- Kath Clements: Vegan
- Gill Langely: Vegane Ernährung
- Vollhardt/Schore: Organische Chemie

Ich hoffe das beantwortet die meisten eurer Fragen. Offen gebliebene Fragen könnt ihr gerne als Kommentar stellen, ich ergänze diesen Post dann entsprechend.

Sonntag, 29. Mai 2011

Veggie street day 2011 Stuttgart

Letztes Jahr waren Herr B und ich auf dem Veggie street day in Dortmund und seehr begeistert!
Dieses Jahr werden wir es nicht nach Dortmund schaffen, dafür aber nach Stuttgart.

Der Veggie street day in Stuttgart findet am Pfingstsonntag, den 12.06.2011 von 11:00-20:00 Uhr auf dem Stuttgarter Marktplatz statt. Wir werden dort auf jeden Fall mit Freunden hinfahren und da dachte ich, das wäre doch vielleicht eine nette Gelegenheit andere Vegan/Vegan interessierte-Blogger aus Süddeutschland zu treffen. :-)
Meldet euch doch mal bei mir (per Kommentar oder Email an FoodAndFotos(aaaat)web.de) wenn ihr auch auf den Veggie street day fahren werdet, vielleicht könnten wir einen Treffpunkt absprechen. Wäre doch schön, sich mal live kennenzulernen!


Veggie Street Day 2011

Samstag, 28. Mai 2011

Schokocupcakes mit Erdnusscreme

Nach so einem gesunden Mittag muss natürlich ein ganz ungesunder (aber guuut für die Seele) Nachmittagssnack her. ;-)

Schokocupcakes mit Erdnusscreme
Zutaten:
Für die Cupcakes:
- 150 g Dinkelvollkornmehl
- 150 g Weißmehl
- 20 g Kakaopulver
- 3 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 150 ml Rapsöl
- 250 ml Wasser
- 1 TL Apfelessig
- ca. 6EL Agavensirup

Für die Creme:
- 100 g Puderzucker
- 100 g Erdnussbutter
- 100g Margarine

Zubereitung:
Mehl, Kakao, Backpulver und Salz vermischen, dann Öl, Wasser und Essig zugeben und gut durchkneten. Nach Geschmack (ich glaub bei mir waren es etwa 6 EL) mit Agavensirup süßen. Teig in Muffinförmchen füllen und im vorgeheizten Backofen 25 min bei 180°C backen. Anschließend auf einem Kuchenrost erkalten lassen.
Puderzucker, Margarine und Erdnussbutter schaumig rühren. In einen spritzbeutel füllen und im Kühlschrank lagern bis die Cupcakes kalt sind.
Die Cupcakes mit der Erdnusscreme dekorieren.



Durch das Ersetzen des Zuckers mit nur wenig Agavensirup sind die Cupcakes ohne Topping nicht sehr süß, wir haben es probiert und würden sie eher als "Schokobrot" bezeichnen. Dadurch harmonieren die Cupcakes aber sehr gut mit der süßen Creme und sind insgesamt einfach nicht zu süß. Mehr als zwei konnte ich davon dennoch nicht auf einmal essen. :-)

Asiatische Gemüsesuppe mit Udon Nudeln

Heute gab es zum Mittag mal wieder makrobiotische Kost.


Asiatische Gemüsesuppe mit Udon Nudeln
Zutaten:
- Chinakohl
- Brokkoli
- Karotten
- Kichererbsen
- Räuchertofu
- Gemüsebrühe
- Misopaste
- Sojasoße
- Koriander
- Udon-Nudeln

Zubereitung:
Karotten schälen, Chinakohl gründlich waschen, Brokkoliröschen abtrennen und waschen. Gemüse und Räuchertofu kleinschneiden und in etwas Öl scharf anbraten, erst die Karotten, dann auch den Kohl hinzugeben und mit anbraten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Brokkoli zugeben und das Ganze einige Minuten köcheln lassen. Kichererbsen und ein TL Misopaste zugeben und unterrühren. So viel Wasser hinzugeben, bis sie gewünschte Suppenkonsistenz erreicht ist, ca. 10 Minuten köcheln lassen (so, dass das Gemüse noch bissfest ist).
Die Udon-Nudeln in kochendes Wasser geben und ca. 9 Minuten kochen.
Man gibt etwas Nudeln in eine Suppenschüssel und füllt mit Suppe auf, anschließend mit Sojasoße und Koriander verfeinern.



In letzter Zeit habe ich immer ohne Gemüsebrühe gekocht. Heute habe ich beim Alnatura aber diese Sorte von Alnavit ohne Geschmacksverstärker etc. gefunden.


Und dann durfte beim Alnatura auch noch diese neue Bio-Limonade von Lemonaid mit, Geschmacksrichtung Maracuja. Lecker!

Donnerstag, 26. Mai 2011

Kichererbsensalat mit Koriander

Passend zum aktuellen Thema zeige ich euch meinen Lieblings-Sommer-Salat, der natürlich Tomaten enthält!
Wie seit heute Mittag bekannt, sei der EHEC-Erreger ja hauptsächlich über Salatgurken aus Spanien importiert worden. Da man aber nichts ausschließen sollte, habe ich meine Tomaten natürlich sehr gründlich gewaschen. Es sind übrigens Biotomaten aus unserer Biokiste, also hier aus der Region, weit weg von Hamburg und Spanien.


Kichererbsensalat mit Koriander

Zutaten:
- Kichererbsen
- Tomaten
- Salatgurke
- Koriander
- Sesamöl
- Reisessig
- Balsamicoessig
- Salz

Zubereitung:
Kichererbsen über Nacht einweichen lassen und am nächsten Tag 90 min kochen, oder auf welche aus der Dose zurückgreifen.
Tomaten und Salatgurke gut waschen und klein schneiden.
Koriander klein hacken.
Alles zusammen in eine Schüssel geben und vermengen.
Als Dressing Sesamöl, Reisessig, eine Prise Salz und wenig Balsamico über den Salat geben.

Donnerstag, 19. Mai 2011

Bio-Nudel-Snack und Walnussbrot

Heute habe ich außerdem mal den Bio-Nudel-Snack Gemüse von OrganicAsia ausprobiert, den es neuerdings bei den Vegan-Onlineversänden meines Vertrauens zu bestellen gibt.
Schmecken tut er eigentlich genauso wie ich diese billig-Asianudel-Snacks erinnere. Was ich gut finde, denn manchmal ist mir einfach genau nach diesem Geschmack. :-)
Pluspunkt: Er ist Bio und enthält nur natürliche Inhaltsstoffe, keine Geschmacksverstärker und co.
Einziger Minuspunkt: Palmöl. Ein Übeltäter über den man als Veganer irgendwie immer wieder stolpert. Es ist mir echt ein Dorn im Auge. Mausflaus und Pseudoerbse berichteten.


Zu dem "Süppchen" gab es eine Scheibe des absolut köstlichen Walnussbrotes, das wir heute in unserer Biokiste hatten, bestrichen mit Margarine.

Stangenbohnengemüsepfanne

Heute hatte ich Stangenbohnen in meiner Biokiste. Wieder etwas, was ich noch nie selbst zubereitet habe. Bohnen muss man auf jeden Fall kochen, ansonsten sind sie giftig, soviel wusste ich. Für kleine Kinder können sogar schon drei rohe Bohnen tödlich sein. Ansonsten hatte ich noch Fenchel und Möhren in meiner Biokiste (und jede Menge Obst). Also nich lange fackeln, sondern das alles, zusammen mit Räuchertofu, zu einer Gemüsepfanne verarbeiten:


Stangenbohnengemüsepfanne
Zutaten:
- Sangenbohnen
- Möhren
- Fenchel
- Räuchertofu
- Wasser
- Gewürze

Zubereitung:
Bohnen waschen und die Enden entfernen, in Stücke schneiden. Möhren schälen und ebenso wie den gewaschenen Fenchel und den Räuchertofu kleinschneiden.
Alles zusammen in etwas Öl scharf anbraten und anschließend mit etwas Wasser mindestens 10 min. dünsten lassen. Würzen, fertig.

Ein sehr einfaches Gericht, dafür mal ohne Sojasahne, sprich: weniger kalorienhaltig. :-)

Montag, 16. Mai 2011

Zweierlei Schokolade

Schokolade kann man nicht nur in Stückchen naschen, nein, man kann sie auch aufs Brot schmieren oder trinken. :-)
Ihr kennt bestimmt alle die altbewährte Chocoreale, auch als "veganes Nutella" bekannt. Hier mag ich ja besonders den Geschmack Duo Creme Haselnuss/Vanille. Oft esse ich solche Schokoaufstriche nicht, ich bin mehr so der herzhafte Frühstücker, aber ab und zu an langen gemütlichen Sonntagsfrühstückstafeln darf auch eine Süße Leckerei zum Abschluss nicht fehlen. Als meine Chocoreale nun leer war (ich glaub die hat über ein Jahr gehalten!) wollte ich mal was neues ausprobieren und habe es mit der Streichschakalode versucht, da die ja auch meine Lieblingsschoki herstellen.
Und ich wurde nicht entteuscht, von der Konsistenz her flüssiger, ist sie leicht auf dem Brot zu verteilen, sie ist zwar dunkel, schmeckt aber nicht nach zartbitter, sondern im Gegenteil schön süß, so wie auch die Schakalode.


Und dann wollte ich auch noch unbedingt testen, wie sich die neuen veganen Marshmallows in heißer Schoki machen. Und: Sie machen sich ganz wunderbar. Sie schmelzen nicht zu schnell, so dass man noch den ein oder anderen herauslöffeln kann, mit der Zeit lösen sie sich aber immer mehr auf und ziehen weiße süße Streifen im Kakao. Für den Kakao verwende ich übrigens den von Rapunzel, der enthält kein Milchpulver und ist bei uns im Biosupermarkt erhältlich.

Sonntag, 15. Mai 2011

teese vegane Käsealternative

Es gibt einen neuen veganen Käse namens teese von der Firma Chicago Solidary. Es gibt ihn in verschiedensten Geschmacksrichtungen: Mozzarella, Nacho Cheese, Creamy Cheddar und Cheddar. Erhältlich ist er hier in Deutschland unter anderem bei Vegan Wonderland und alles-vegetarisch.de.
Ich habe mir zum probieren die Mozzarella-Version bestellt. Ich dachte, die eignet sich für die meisten Gerichte. Heute habe ich es dann direkt mit einem Nudelauflauf getestet. Laut Produktbeschreibung soll dieser Käseersatz nicht nur gut zerlaufen, sondern auch Fäden ziehen.


Irritiert war ich zunächst mal von der Farbe, so ein strahlendes weiß hat nichtmal Mozarella, oder? Aber das stört ja ansonsten nicht weiter.
Verlaufen tut der teese tatsächlich ein wenig, Fäden zieht er aber nur sehr wenig, vielleicht 5 mm lang. Aber das ist mir persönlich auch nicht so wichtig.
Was ich schön fände wäre, wenn es einen Käseersatz gäbe der beim Überbacken ein bisschen knusprig wird, aber das ist vielleicht auch etwas zu viel verlangt. ;-)
Schmecken tut der Mozzarella-teese eigentlich nach fast nichts, wie richtiger Mozarella auch. Er macht das ganze Gericht saftiger und wertet es optisch auf, meiner Meinung nach ist er schon ein guter Käseersatz für Mozarella. Bisher finde ich den Wilmersburger Pizzaschmelz jedoch besser, aber der immitiert ja auch eine andere Käsesorte. Ich denke ich werde den teese bei meiner nächsten Online-Bestellung mal in einer anderen Geschmacksrichtung wählen, die Cheddar-Variante beispielsweise ist sicherlich gelber und schmeckt dann vielleicht auch nach was,
Ich glaube die Mozzarella-Version ist tatsächlich eher für Pizza geeignet. Da machen sich die weißen "Käseflecken" optisch sicherlich prima.
Was ich noch hervorheben möchte ist die Zutatenzusammensetzung des Käseersatzes, er besteht aus: Bio-Sojadrink, Tapiokastärke, Sojaöl, Maltodextrin (Mais), Palmöl, Salz, Carrageen, natürl. Aromen, Milchsäure (vegetabil aus Mais) und Titandioxid (aaah, deswegen so weiß!).
Gut finde ich, dass der Käse quasi ohne Chemie auskommt. Okay, Titandioxid, aber das ist unproblematisch, Phosphate zur besseren Schmelzbarkeit enthält er hingegen nicht. Das ist meiner Meinung nach ein gutes Plus! Palmöl hingegen ist ein Minus, wir wissen ja alle, was damit verbunden ist!



Ansonsten enthält mein Auflauf übrigens noch:
- Sojaschnetzel
- Sonnenblumenkerne
- Möhren
- Aubergine
- Zucchini
- Vollkornnudeln
- Sojacuisine
- Gewürze (Paprika, Cayennepfeffer, Salz, Curry)

Zubereitung:
Das Gemüse mit den (vorher eingeweichten) Sojaschnetzeln scharf anbraten und mit etwas Wasser dünsten lassen, dann Sojacuisine hinzugeben und etwas ziehen lassen, würzen. Vollkornnudeln kochen, zum gemüse dazugeben, vermengen. Das Ganze in eine Auflaufform geben und mir Sonnenblumenkernen bestreuen. Anschließend den Käseersatz drauf verteilen.

Eis Eis Baby

Trotz des wieder kälteren Wetters möchte ich euch noch ein paar Eissorten, bzw. -rezepte vorstellen.
In dem Post zum veganen Grillen erwähnte ich, dass unsere Freunde uns mit einem leckeren veganen Nachtisch überrascht haben: selbstgemachtes Kokos-Erdbeereis!
Natürlich habe ich gleich nach dem Rezept gefragt und möchte es eich hier nicht vorenthalten. Es stammt aus der Brigitte und ist eigentlich für Eis am Stiel gedacht. Ich fand die Idee mit den Herzförmchen aber viel toller!

Kokos-Erdbeereis

Zutaten:
- 1 Bio-Limette
- 250 g Erdbeeren
- 5 EL Agavensirup
- 200 ml Kokosmilch (ungesüßt)

Zubereitung:
Die Schale der Limette abreiben und den Saft auspressen. Erdbeeren in Viertel schneiden und zusammen mit 2 EL Agavensirup und dem Limettensaft pürieren, anschließend ggf. durch ein feines Sieb streichen um die Kerne zu entfernen.
Die Kokosmilch mit der Limettenschale und dem restlichen Agavensirup vermengen.
Das Erdbeerpüree in kleine Formen füllen (halbvoll) und anschließend die Kokosmischung einfüllen. Da die Kokosmischung schwerer ist, setzt sie sich in der Mitte ab, was einen schönen Farbeffekt gibt. Mindestens 5 Stunden gefrieren lassen. Anschließend aus der Form lösen und mit Erdbeeren dekorieren.



In meiner letzten Bestellung bei Vegan Wonderland habe ich auch Eis mitbestellt: Smooze Eis Simply Coconut und Kokos Pink Guave.
Geliefert werden beide Sorten ungekühlt. Die Packungen enthalten kleinere Päckchen die man gut geschüttelt für ca. 24 Stunden ins Gefrierfach legen soll. Anschließend kurz mit heißem Wasser abduschen, aufschneiden und rausdrücken.
Beide Sorten sind lecker, ich finde das Simply Coconut Eis aber besser als das Pink Guave, da ich den reinen Kokosgeschmack wirklich gerne mag.
Eine nette kühle Erfrischung für heiße Sommertage, die aber natürlich keinesfalls mit dem selbstgemachten Eis unserer Freunde mithalten kann!

Vegan Grillen

Gestern Abend waren wir bei lieben Freunden zum Grillen eingeladen. Während unsere Freunde uns mit leckerem Dessert (Post folgt) verwöhnten, haben wir etwas Veganes zum Grillen beigesteuert. Übrigens haben wir einen Elektrogrill verwendet und unsere Freunde beziehen zu 100% Ökostrom. So sollte das Grillen der Zukunft aussehen: veganes Ökostromgrillen!
Hier nun, was wir beigesteuert haben:


Vegane Hähnchenschlegel

Zutaten:
- Hähnchenschlegel von Vantastic Foods
- Grillzauber Gewürzmischung (ebenfalls Vantastic Foods)
- Olivenöl

Zubereitung:
Ca. 2 EL Grillzauber mit etwa 100ml Olivenöl mischen und die Schlegel darin wenden. Anschließend noch etwas in der Marinade ziehen lassen.
Die marinierten Hähnchenschlegen auf dem Grill von beiden Seiten gut grillen, bis sie knusprig werden.

Das faszinierendste: Die Schlegel bilden tatsächlich eine knusprige Haut! Keine Ahnung, wie sie das hinbekommen, laut Zutatenliste wohl der "Sojablätterteig". Die "Haut" fand ich auch sehr lecker (knusprig = gut) und es war natürlich sehr witzig dieses Immitat zu essen, aber das "Vleisch" war jetzt nicht so meins, wenn auch von der Struktur her erschreckend authentisch. Ich fand es etwas fad, da es natürlich nicht von innen gewürzt war. Ich habe auch als Kind, bevor ich Vegetarierin und später Veganerin wurde, nie besonders gerne Fleisch gegessen. Deswegen bringen mir diese Immitate nicht so viel. Aber wie gesagt, immer wenn ich etwas Neues entdecke, muss das mal ausprobiert werden. Ich denke ich werde die Schlegel für solche Anlässe gelegentlich mal wieder kaufen, denn Omni-Freunde finden sowas immer spannend und sehen dann ein, dass man als Veganer auf nichts verzichten muss und selbst Hähnchen futtern kann und trotzdem kein Tierleid verursacht und die Umwelt schützt. Als "Knochen" dient übrigens ein nicht essbarer holziger Stab.

Hier die Schlegel auf dem Grill, erschreckend echt, oder?

Und hier ein letztes Stückchen mit "Haut" (hinten links der "Knochen")


Seitan Knackies
Die meisten Tofuwürstchen sind mir irgendwie zu mächtig und überhaupt stehe ich nicht so drauf. Aber wenn Würstchen, dann die Knackies von Alnatura aus Seitan. Es sind auch die Lieblingswürstchen meines Mannes. Ich hatte nur eines, auch unsere Freunde haben je eines probiert und für gut befunden, den Rest hat dann Herr B gegessen. Sie sind eher wie Bockwürstchen als Bratwürste. Sie schmecken übrigens auch kalt ganz gut. Ich stelle mir die besonders gut für Kinder vor, wenn die Freunde ihre Bockwürstchen auspacken. Schmeckt ähnlich, sieht genauso aus und ist aus Seitan (wenn man nicht ständig Sojaprodukte essen möchte).



Tomaten-Tofu-Salat mit Koriander
Zutaten:
- Tomaten
- Räuchertofu
- frischer Koriander
- Sesamöl
- Reisessig
- Hefeflocken

Zubereitung:
Tomaten halbieren und ich dünne Scheiben schneiden. Tofu in feine streifen schneiden. Mit Sesamöl, Reisessig und 1 EL Hefeflocken abschmecken. Korianderblätter zugeben.
(Noch besser schmeckt der Salat mit Kichererbsten, aber ich hatte keine da, bzw. vergessen welche einzuweichen...)




BioZisch
Als Getränk brachten wir Bio-Limos von BioZisch von Voelkel mit, beispielsweise diese mit Holünderblütengeschmack. Sie enthält außerdem Grünteeextrakt. Lecker erfrischend!



Vegane Marshmallows
Und keine Grillparty ohne Marshmallows. Gottseidank vertreibt Vegan Wonderland seit einigen tagen eine leckere vegane Variante der klebrigen Leckerei! Sie sind im kalten Zustand zwar nicht ganz so formstabil wie die gelatinehaltigen "normalen" Marshmallows, schmecker aber genauso zuckrig süß und werden schön klebrig und weich wenn man sie über den heißen Grill hält.


So kann die Grillsaison doch weitergehen! :-)

Donnerstag, 12. Mai 2011

Vollkornwaffeln mit Himbeersahne

Gestern hatte ich plötzlich Lust auf Waffeln und es heißt ja, man soll solchen Gelüsten nachgeben, sonst futtert man als Ersatz alles mögliche andere um zum Schluss doch noch das oben drauf zu essen, worauf man eigentlich Appetit hatte. Also lieber gleich die Waffeln, dann ist man zufrieden.
Zu ungesund wollte ich es dann aber doch nicht haben. Daher habe ich ein bisschen rumprobiert und dabei ist folgendes Rezept rausgekommen:

Zutaten:
- 100g Dinkelvollkornmehl
- 1 TL Backpulver
- 1 TL Öl
- 120 ml Sojamilch
- 3 EL Agavensirup
- Prise Salz
- Sojatoo-Sprühsahne
- 1 TL Himbeermarmelade

Zubereitung:
Alles zusammen in einer Schüssel mischen und den Teig auf das eingefettete und heiße Waffeleisen geben. Ca. 3 Minuten backen. Der Teig reicht für drei belgische Waffeln.
In ein Schälchen etwas Sahne sprühen und mit einem TL Himbeermarmelade mischen.


grüner Spargel mit Balsamico

Eines meiner liebsten schnellen Frühlingsgerichte mit grünem Spargel.

Zutaten:
- grüner Spargel
- Tomaten (am besten Cherrytomaten, hatte aber keine mehr da)
- Balsamico Essig
- etwas Öl zum anbraten

Zubereitung:
Spargel waschen und das Endstück entfernen, nun in Stücke schneiden. Tomaten waschen, ggf. auch kleinschneiden (Cherrytomaten ganz lassen!).
Eteas Öl in einer Pfanne erhitzen, den Spargel dazugeben, bei mittlerer Hitze anbraten (Deckel verwenden wenns spritzt).
Kurz bevor der Spargel fertig ist die Tomaten dazugeben und mit einem Schuss Balsamico ablöschen. Das ganze etwas köcheln lassen.

Bei mir gab es noch Kartoffeln dazu.

Geht super schnell und ist super yummie! :-)

Samstag, 7. Mai 2011

veganes Thunfisch-Käse-Sandwich

Heute gab es mal wieder etwas nicht unbedingt gesundes, aber es ist ja Wochenende und dann ist das ab und zu drin. Ihr wisst ja: die Dosis macht das Gift. :-)
Ich habe also endlich das Veggie Tuna probiert, welches mir eine liebe Verkäuferin im Vegilicious Veggie Shop empfohlen hat, als wir letzten Monat dort waren.


veganes Thunfisch-Käse-Sandwich mit Salat

Zutaten:
- Salat
- Sonnenblumenkerne
- Kürbiskerne
- Balsamico-Essig
- Sesamöl
- Vollkorntoast
- Veggie Tuna
- Wilmersburger Pizzaschmelz

Zubereitung:
Salat kleinschnibbeln, Körner und Dressing drüberstreuen (wer weniger faul ist als ich könnte die Kerne vorher anrösten).
Den Veggie Tuna in eine Schüssel geben und mit der Gabel zermantschen, dann etwas Tuna auf eine Toastscheibe geben, Pizzaschmelz drüberstreuen, mit einer anderen Toastscheibe abdecken und im Sandwichtoaster ca. 5 Minuten backen.
Das wars schon, für meine Geschmack sind für das Sandwich keine weiteren Gewürze oder Saucen notwendig, aber da kann man natürlich nach Geschmack arbeiten.


Wie man auf dem zweiten Bild sehen kann, sieht das Veggie Tuna echt aus wie Thunfisch, und der Pizzaschmelz wie Käse, schön geschmolzen. Schmecken tut es nicht genau wie Thunfish, ich erinnere, dass ich Thunfisch immer sehr trocken fand, aber ich habe wirklich ewig keinen mehr gegessen, damit habe ich schon als Kind, Jahre bevor ich vegetarisch/vegan wurde aufgehört, da ich mal gelesen hatte, dass beim Thunfischfang Delfine sterben (und Thunfische auch, klar. Naja, Kinderlogik). Mein Mann sagte jedenfalls: "Das schmeckt nicht wirklich wie Thunfisch mit Käse, sondern viel besser!" und ich stimme ihm da voll und ganz zu. Ich fand es total lecker, allerdings auch etwas fettig, ich werd es wohl daher nicht wirklich sooo oft essen. Aber ich merke es mir mal als eine Partyfood Idee, schmeckt sicher auch noch kalt.

Donnerstag, 5. Mai 2011

Spargel und Kartoffeln mit veganer Sauce Hollondaise

Heute ist mal wieder eine Biokiste angekommen. Diesmal enthielt sie unter Anderem etwas frischen Spargel und meinen monatlichen Sack Kartoffeln. Da musste ich dann nicht mehr lange überlegen was ich heute zum Mittag esse. Natürlich Spargel und Kartoffeln. Das esse ich gerne auch mal nur mit etwas Margarine, die war aber leider alle. Also begab ich mich auf die Suche nach einem Rezept für vegane eifreie Sauce Hollondaise und wurde bei Rezeptefuchs fündig. Etwas verändert sieht das Rezept bei mir nun so aus:

Sauce Hollondaise (vegan)
Zutaten:
- 1 Pckg. Sojacuisine
- 60 g Keimöl
- 100 ml Wasser
- 2 TL Stärke
- 2 Tl Senf
- 2 EL Hefeflocken
- Salz
- Zitronensaft

Zubereitung:
Stärke mit dem Wasser (warm) anrühren. Sojacuisine, Öl und Senf erhitzen und dabei glattrühren. Hefeflocken hinzugeben und unterrühren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken und soviel Stärkewasser zugeben, dass die gewünschte Konsistenz erreicht ist (Achtung: Stärke wirkt erst nach kurzem aufkochen).

Die Sauce über Spargel und Kartoffeln schmeckt absolut genial! Nicht unbedingt genauso wie ich normale Sauce Hollondaise in Erinnerung habe, aber leichter und jedenfalls lecker!
Zum Nachtisch gab es ein paar Erdbeeren, ebenfalls aus meiner heutigen Biokiste.

Diese sah übrigens so aus:

Inhalt:
- Basilikumpflanze
- Salat
- 2 Räuchertofu (dazubestellt)
- 2,5 kg Kartoffeln
- 1 Aubergine
- Spargel
- Karotten
- Vollkornbrot
- 3 Bananen
- 2 Kiwis
- Erdbeeren
- Rhabarber
- Äpfel

Dienstag, 3. Mai 2011

2 Jahre vegan

Ich kann es nicht mehr so genau datieren, aber ich lebe nun vegan, seitdem ich vor zwei Jahren während eines Aufenthaltes über die Ostertage bei meiner Familie mal wieder angefangen habe über meine (damals noch) vegetarische Ernährung nachzudenken. Als ich dann wieder zu Hause war, war der Entschluss gefasst: Ich werde wieder (warum wieder, dazu später mehr) vegan. Tja und seit diesem denkwürdigen Tag, dessen Datum ich nicht so genau kenne, würde ich mich nun als Veganer bezeichnen. Anfangs noch mit gelegentlichen Ausnahmen bei Verwandtschaftsbesuchen, dann aber immer "strenger" und mittlerweile würde ich doch sagen, ich lebe, soweit ich es weiß, vegan. Ganz ab und zu gibt es natürlich nochmal Pannan, die wohl jeder Veganer kennt: Ich erfahre erst von einem unveganen Inhaltsstoff, wenn ich schon alles aufgegessen habe, etc. Und ich drücke, vor allem wenn ich auswärts esse (was selten ist) mal ein Auge zu, das heißt ich frage ob in den Speisen Milchprodukte oder Eier enthalten sind oder suche mir etwas aus, das meiner Meinung nach vegan ist. Was die dann da in der Küche treiben weiß man ja sowieso nie so genau.

Zum Thema "wieder vegan": Ich habe schon vor einigen Jahren, so um 2003 bereits ca. ein Jahr lang vegan gelebt, damals hatte ich dann angefangen zu studieren und war ziemlich auf die Mensa angewiesen, da ich wirklich von Morgens bis Abends in der Uni war und die Uni etwas außerhalb lag, dort war nichtmal ein Supermarkt in der Nähe. Naja und nach einem halben Jahr Pommes, Kartoffeln, labberige Zucchini und Dosenobst habe ich dann aufgegeben. Heute würde ich das für mich nicht mehr unbedingt als Argument gelten lassen, aber damals war das eben so. Die Community im Internet war noch nicht so ausgeprägt, Vegan-Wonderland und Co gabs noch nicht, ich kannte keine anderen Veganer, nichtmal Vegetarier und habe mich dann auch irgendwann nicht mehr weiter damit beschäftigt. In den Jahren zwischen 2003 und 2009 kam der Gedanke immer mal wieder, wurde aber wieder verworfen, ich dachte das sei doch zu extrem und nicht wirklich gesellschaftsfähig. Bis ich eben Ostern 2009 nochmal neu darüber nachdachte.
Und ich kann nur sagen: Vegan leben ist super! Ich fühle mich einfach besser weil keine Tiere mehr für mich sterben und leiden, weil ich so viele neue Rezepte entdeckt habe und das vegane kochen und backen einfach liebe! Und weil ich glaube, etwas Gutes für meine Gesundheit zu tun. Ich hatte zwar keines dieser "meine Haut sieht plötzlich viel besser aus" oder "ich fühle mich so befreit" Erlebnisse und leider leider kann ich auch nicht behaupten durch die Umstellung auf veganes Essen abgenommen zu haben. Aber ich glaube dennoch, dass Milch verschleimt und Fleisch Zivilisationskrankheiten fördert (und ich schreibe auch bald mal den versprochenen Artikel zu Veganismus und Gesundheit) und dass vegan einfach gesünder ist.

Also, go vegan!

Makrobiotische Gemüsesuppe und Süßkartoffelpommes

Heute Mittag gab es eine improvisierte Gemüsesuppe und dazu Reis und gebackene Süßkartoffelpommes.


Süßkartoffelpommes:

Zutaten:
- Süßkartoffeln
- Gewürze (Curry, Paprika)

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen.
Süßkartoffeln schälen und in längliche, fingerdicke Stücke schneiden. In einer Schüssel mit Öl und Gewürzen vermengen und für 20-30 min im Ofen erhitzen.


Makrobiotische Gemüsesuppe:

Zutaten:
- Kohl
- Brokkoli
- Möhren
- Räuchertofu
- Wasser
- Sojasoße
- Misopaste
- Koriander

Zubereitung:
Vollkornreis kochen.
Räuchertofu und Gemüse in Stücke schneiden und in einem Topf mit etwas Öl kurz anbraten. Wasser zugeben und ca. 10 min köcheln lassen. Das Gemüse sollte noch bissfest sein!
2 Tl Misopaste zugeben und zwei Minuten ziehen lassen.
Suppe in einen Teller geben, Reis und Sojasoße extra servieren. Mit Koriander dekorieren.



Den Reis habe ich dann mit in die Suppe gegeben. Die Süßkartoffeln natürlich nicht, die gab es so dazu.






Montag, 2. Mai 2011

Mochi-Waffeln mit Reissirup

Und wieder ein Rezept nach Alicia Silverstones "The Kind Life": Mochi-Waffeln.
Es ist super einfach, schnell gemacht und absolut lecker. Genau das, was ich mir verdient habe, nachdem ich heute einen langen Arbeitstag hatte und Herr B und ich dennoch anschließend Laufen waren, finde ich.

Zutaten:
- Waffeleisen (für belgische Waffeln)
- etwas Öl
- Ein Mochi
- Reissirup

Zubereitung:
Den Mocho längs in dünne Scheiben schneiden und diese auf dem heißen Waffeleisen verteilen. Backen lassen bis sie knusprig sind, so ca. 3 Minuten. Im ersten Moment dachte ich, das wird nichts, aber man muss einfach etwas warten, dann verteilt sich der Mochi gut und die einzelnen Stücke schmelzen zusammen.
Auf einen Teller geben und mit Reissirup übergießen.

Das Gericht besteht quasi aus Reis mit Reis. Lecker wars trotzdem. Wird bestimmt öfter mal gemacht.

Sonntag, 1. Mai 2011

schneller veganer Marmorkuchen

Wenn spontaner Besuch kommt braucht man manchmal schnell einen vorzeigbaren Kuchen. Bei uns gab es daher heute einen veganen Marmorkuchen nach diesem Rezept. Chefkoch.de ist überhaupt immer eine super Seite für schnelle Rezeptideen.

Zutaten:
150g Margarine (Ich hatte nur noch 100g und hab den Rest mit Keimöl ersetzt, klappt auch)
150 g Rohrzucker
300g Mehl
1 Pckg. Backpulver
1 Prise Salz
100 ml Hafermilch
3 El Kakao
1 Eiersatz (z.B. no-egg)

Zubereitung:
Ofen auf 160°C vorheizen.
Margarine un Rohrzucker schaumig rühren. Anschließend Mehl, Backpulber, Salz und Eiersatz zugeben. Unter Rühren die Hafermilch zufügen.
Den Teig ca. 5 min ruhen lassen.
Die Hälfte des Teiges in eine Kastenform geben, die andere Hälfte mit dem Kakao und ggf. noch etwas Hafermilch verrühren, anschließend auf den hellen Teig geben. Dann eine Gabel spiralförmig zweimal durch die beiden Teige ziehen.
55 min backen.

Polentaauflauf

In dem hier erwähnten Buch "Meine Gerichte für eine bessere Welt" von Alicia Silverstone (2011) gibt es ein Rezept für Polentaauflauf, das mir gefallen hat. Ich habe allerdings ein paar Zutaten und auch etwas an der Zubereitung geändert, so dass es meiner Meinung nach okay ist, das Rezept hier zu posten. Es ist quasi meine Version ihres Auflaufes. Wer lieber das Originalrezept und viele weitere leckere Rezepte nachkochen möchte, sollte sich ihr Buch kaufen, welches ich euch sowieso nur wärmstens ans Herz legen kann.

Zutaten:
- 300g Polenta
- Misopaste
- Seitan
- Kichererbsen
- Mais
- Bohnen
- Rettich
- Shoyu Sojasoße

Zubereitung:
Bohnen und Kichererbsen über Nacht einweichen lassen und anschließend kochen (Kichererbsen 90 min, Bohnen 30 min) oder auf Dosenware zurückgreifen.
Ofen auf 180°C vorheizen.
900 ml Wasser mit einem Tl Misopaste (alternativ: Gemüsebrühe oder Salzwasser) aufkochen, in das kochende Wasser nach und nach die Polenta einrühren. Von der Flamme nehmen und quellen lassen, gelegentlich umrühren.
Seiten und Rettich kleinschneiden und anbraten.
Ein viertel der Polenta abnehmen, in die restliche Polenta Seitan, Rettich, Kichererbsen, Bohnen und Mais einrühren. Das Ganze in eine gefettete Auflaufform geben und zum Schluss die restliche Polenta drüber verteilen (ggf. erst mit etwas Wasser glattrühren, damit sie sich besser verteilen lässt). Etwas Sojasoße drüber verteilen und für 30 min in den Ofen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...