Dienstag, 6. Oktober 2015

Red Bread - rotes Brot oder: Das einfachste Brotrezept der Welt!



Es ist einfach nur ein ganz normales leckeres Brot mit roter Lebensmittelfarbe eingefärbt, aber da ich es einfach so fotogen fand und außerdem ausnahmsweise mal ein paar Minütchen Zeit hatte, dachte ich, das ist doch mal wieder einen Post wert! :-)

Das wunderbare an diesem meinem Lieblingsbrotrezept ist, dass man den Teig nicht gehen lassen muss! Man kann die Zutaten auch recht stark variieren: anderes Mehl, andere Körner, etc. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!


Zutaten:
- 500 g Mehl (hier 2/3 Weißmehl, 1/3 Dinkel-Vollkorn)
- 1-2 TL Salz
- Sonnenblumenkerne
- Leinsamen (geschrotet)
- 400 ml warmes Wasser (nicht heiß!)
- 1 Pckg. Hefe
- ein Schuss Apfelessig
- 1/2 TL Zucker
- Lebensmittelfarbe

Zubereitung:
Achtung: Ofen NICHT vorheizen!
Mehl, Salz, Sonnenblumenkerne und Leinsamen vermengen. Wasser abmessen und Hefe darin auflösen, Apfelessig und Zucker in das Hefewasser geben.
Nun die flüssigen und festen Zutaten vermischen und gut durchkneten. Wenn der Teig zu fest wird, noch etwas mehr Wasser zugeben. Anschließend Lebensmittelfarbe unterrühren (das kann natürlich weggelassen werden).
Teig in eine Brotform (ich nehme eine mit Mehl abgestäubte Silikonbackform) geben und in den kalten (!!) Ofen stellen.
Den Ofen auf 200°C/Ober- und Unterhitze einstellen und 50-55 min Backen. Nach etwa 10-15 Minuten das Brot oben einritzen, sonst platzt es an der Seite auf.


Da wir keine Brotdose, bzw. in unserer Miniküche keinen Platz dafür haben, bewahren wir selbstgebackenes Brot immer in einem Haushatstuch eingeschlagen auf, so bleibt es ein paar Tage frisch.

Dienstag, 5. Mai 2015

Vegane Macarons Rezept


Es gibt einfach ein paar Dinge, die fehlen einem als Veganer doch ab und zu. Im Vergleich zu meinen ersten Veganversuchen 2003 ist das heutige Veganerleben zwar wirklich königlich und für fast alle Gelüste gibt es eine vegane Variante, aber manchmal eben auch nicht.
Und manchmal blättert man so nichtsahnend durchs Netz und findet plötzlich eine vegane Rezeptidee für genau dieses eine Produkt. Wäre ich ein Filmemacher würde ich diesen Moment mit einem Lichtstrahl aus dem Himmel und einem eingespielten lauten "Halleluja" inszenieren (und ich bezeichne mich eigentlich als Agnostikerin).
Worum geht es?
Vegane Macarons!!
Vegane Macarons, whaaat??? Das ist doch nicht zu fassen, oder? Schon normale Macarons waren immer eher schwer zu beschaffen und ans Selbermachen habe ich mich auch zu unveganen Zeiten nicht getraut. Aber seit ich vegan lebe backe ich erstens viel mehr und zweitens ist Selbermachen eben die einzige Möglichkeit.

Alles begann damit, dass plötzlich die Information durchs Netz ging, man könne aus dem Kichererbsendosenwasser veganen Eischneeersatz zaubern. Das funktioniert tatsächlich hervorragend und tolle Beispiele für die Eischneebasis und was man daraus sonst so zaubern kann gibt es beispielsweise bei Kochtrotz und Kalinka's Kitchen.

Und dann fand ich über Instagram die Seite meiner persönlichen veganen Macarons-Göttin: Floral Frosting. Sie hat inzwischen diverse Macrons-Varianten entwickelt und allesamt sehen wirklich köstlich aus! Ich habe in Anlehnung an dieses Rezept, eine Vanille-Schoko-Crisp-Macaron Variante entwickelt. Für die Creme habe ich allerdings ein traditionelles Rezept veganisiert. Sehr hilfreich für die Vorgehensweise fand ich dafür übrigens auch die Videos von Französisch Kochen (Rezepte nicht vegan!).

Hier findet ihr also mein Rezept für vegane Macarons auf der Basis von Kichererbsendosenwasser (tolles Wort), ich habe übrigens die Kichererbsen im Glas von Alnatura verwendet und für diese Mengenangaben benötigt man die Flüssigkeit von ca. 1,5 Gläsern. Durch die Wartezeit und die vielen backzeiten sollte man schon einen halben Tag Arbeitszeit einplanen!

Zutaten

für die "Schalen":
- 3/4 Cup Kicherersendosenwasser
- 1/2 Cup Zucker
- 2 TL Vanillezucker
- 1 Msp gelbe Lebensmittelfarbe (gel)
- 1/2 Cup Puderzucker
- 1 1/4 Cup gemahlene Mandeln (ohne Schale)

für die Creme:
- 2 Riegel White Nougat Crisp von Vivani
- ca. 20 g Sojasahne


Zubereitung

Kichererbsendosenwasser in einem kleinen Topf aufkochen, bis die Menge sich auf etwa 1/3 Cup reduziert hat. Abkühlen lassen.
gemahlene Mandeln und Puderzucker zusammen in einen Mixer (ich verwende so einen Mixer-Aufsatz für den Pürierstab, klappt prima) geben und nochmal fein mahlen. Anschließend durch ein feines Sieb streichen, zu grobe Körner aussortieren (bei mir blieben insg ca. ein EL zu grobe Mandeln zurück).
Reduziertes Kichererbsenwasser aufschlagen, dabei die Farbe hinzugeben. Dann den Zucker hinzugeben und solange aufschlagen, bis eine richtig feste Masse entstanden ist, sie sollte wirklich sehr zäh sein, so dass sie gar nicht mehr tropft. Das kann bis zu 10 Minuten dauern!


Nun gibt man die Hälfte der Puderzucker-Mandel-Mischung hinzu und rührt diese mit einem Teigschaber unter, dabei drückt man die Masse immer wieder an den Rand, sodass ca. die Hälfte der Luft wieder entweicht (es darf aber auch nicht zu viel Luft entweichen, dann werden die Macarons zu fest und bekommen beim Backen keine "Füßchen", das ist mir passiert. Ich denke man hier muss man einfach ausprobieren. Charis von Floral Frosting empfiehlt exakt 19 Runden "Teig an den Rand drücken".
Nun gibt man den Teig in einen Spritzbeutel mit einem runden Aufsatz (nicht zu klein) und spritzt auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech kleine flache Scheiben. Es gibt sogar Macarons-Silikon-Backpapier, auf dem die Größe schon vorgegeben ist, wenn man gaaaanz perfekte Schalen haben möchte.
Anschließend die beim Aufspritzen entstehenden Spitzen mit einem nassen Finger vorsichtig andrücken.


Nun die Geduldsprobe: Man stellt man die Backbleche (die Menge ergibt bei mir zwei Bleche) für 2 Stunden zum Trocknen (bei Raumtemperatur) beiseite.
Nach dem trocknen kommt ein Blech (nicht beide gleichzeitig!) für 20 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Ich habe auf 120°C vorgeheizt und dann auf 100°C runtergestellt, sobald ich das Blech hineingegeben habe.
Nach der Backzeit den Ofen ausschalten (nicht öffnen!) und die Macarons-Schalen für weitere 15 Minuten drin lassen.
Nun den Ofen einen Spaltbreit öffnen (mit einem Kochlöffel) und die Schalen noch weitere 15 Minuten trocknen lassen.
Jetzt sind die Schalen fertig, sie sollten jedoch auf jeden Fall ganz abgekühlt sein, bevor man sie vom Backpapier löst, sonst bleibt oft ein rest zurück. Also auch hier wieder: Geduld haben!


Für die Creme erhitzt man die beiden Riegel im Wasserbad und gibt dann die angewärmte Sojasahne hinzu und rührt gut um, bis eine einheitlliche Masse entsteht. Auf eine Schale etwas von der Creme in die Mitte geben und eine zweite Schale drehend andrücken.


Die fertigen Macarons noch für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, bis die Creme fest geworden ist.
Und dann: Geniiiiießen! Ich konnte zu den unveganen Varianten (soweit ich sie erinnere) geschmacklich keinen Unterschied feststellen. Allein in der Optik, da die kleinen "Füßchen" der Schalen fehlen, was ich auf die zu feste Konsistenz des Teiges schiebe. Hier werde ich beim nächsten mal noch weiter herumprobieren und euch das Ergebnis zeigen.

Freitag, 24. April 2015

"bpa frei" ist keine Garantie auf Schadstofffreiheit!

Ein weiteres Kapitel in meinen Recherchen zum Thema Plastikproblem. Bereits in meinem inzwischen 4 Jahre alten Artikel zum Thema "Plastikproblem", habe ich erwähnt, dass allein die Tatsache, dass ein bestimmter Kunststoff keine bekannten giftigen Substanzen enthält nicht bedeutet, dass er keine giftigen Substanzen enthält - nur, dass uns diese evtl noch gar nicht bekannt sind! Denn viele der Zusatzstoffe in Kunststoffen sind bisher noch gar nicht richtig getestet worden.
Oft liest man heute auf diversen Plastikprodukten (insbesondere Babyprodukten) groß den Aufdruck


bpa frei


Beim Surfen im Netz bin ich nun auf die Information gestoßen, dass Firmen, die ihre Ware als bpa-frei (Bisphenol-A frei) deklarieren, häufig anstatt des inzwischen schwer in Verruf geratenen Bisphenol-A, schlicht zu einem Verwandten, dem Bisphenol-S, greifen.
Auch Bisphenol-S wirkt jedoch, wie auch Bisphenol-A, wie Oestrogen. Was einerseits bedeutet, dass es den Hormonhaushalt des Körpers ziemlich durcheinanderbringen kann und andererseits, dass es bereits in sehr geringen Dosen wirkt. Eine wirklich schlechte Kombi!
Bisher wurde Bisphenol-S überwiegend in den USA und Japan in Produkten gefunden (beispielsweise in Thermopapier, es wurde aber auch im Urin nachgewiesen) aber wir wissen ja, wie gerne Europa Trends aus den USA übernimmt und wer weiß schon so genau, wo die Produkte eigentlich hergestellt werden oder woher die Herstellerfirmen ihre Rohstoffe beziehen.

Versucht daher bitte Plastik, insbesondere wenn es häutig in Kontakt mit der Haut und/oder Lebensmitteln kommt ganz zu vermeiden und auf Stahl, Glas, Holz oder andere Materialien zurückzugreifen. Nicht nur wegen eurer Gesundheit, sondern auch weil der  Plastikmüll wahrlich unseren Planeten zumüllt!
Einige Tipps dazu findet ihr in meinen bisherigen Posts zu dem Thema:

Das Plastikproblem - Ein Überblick
Plastik vermeiden - Tipps für Haushalt und Alltag
Plastikfreies Baby



Quellen:
Greenmed.info
alliance for natural health
beide Seiten beziehen sich auf zwei Artikel (1, 2), die im May 2012 in der "Environmental Science &  Technology" erschienen sind. Es dauert anscheinend Jahre, bis wissenschaftliche Erkenntnisse beim Endverbraucher ankommen, so wichtig sie auch sind.

Sonntag, 1. März 2015

Gewinnspielauslosung

Die Gewinnerin meines Kivanta-Gewinnspiels wurde heute ermittelt. Und zwar hat die fb-Nutzerin Apple Blossom gewonnen!
Nähere Informationen auch auf meiner facebook-Seite! Viel Spaß mit dem tollen Edelstahl-Set sponsored by Kivanta, liebe Apple und bitte schreib mir eine Email an foodandfotos(aaat)web.de!


Mein herzlichster Dank geht an Kivanta, die den Gewinn gesponsert haben!
An alle, die nicht gewonnen haben: Schaut doch einfach mal in dem Kivaita-Shop vorbei! Dort gibt es noch jede Menge mehr um den eigenen Alltag etwas plastikfreier zu gestalten! Über Geschirr, Windeln, Bambus-Zahnbürsten bis natürlich hin zu vielen verschiedenen Stahlflaschen und -dosen!

Ich persönlich ziehe die Stahlflaschen übrigens auch selbst Aluminiumflaschen vor, da sich bei letzteren die Alubeschichtung auch teilweise löst was auch nicht besonders gesund ist.

Sonntag, 22. Februar 2015

Sellerieschnitzel mit Ofenkartoffeln und Pilzsoße


Es wird mal wieder Zeit für ein Rezept oder? Wie wäre es denn mit Sellerieschnitzeln mit Ofenkartoffeln und Pilzsoße? Oder man könnte es auch "verstecktes Gemüse" nennen, denn das was hier wie Fleisch aussieht, ist ja tatsächlich das Gemüse.

Ich habe diesmal ausschließlich im Bioladen gekauft, da ich derzeit versuche mit 100€ pro Woche für Lebensmittel für unsere dreiköpfige (oder 3,5...) Familie auszukommen und hierbei außerdem versuche fast alles im Bioladen einzukaufen. Meine Einkaufswoche startet immer mit einem Wocheneinkauf am Freitag, Dienstag oder Mittwoch wird ggf. Frisches nachgekauft.
Wer meine Bemühungen da genauer verfolgen möchte, schaut am besten mal bei meinem Instagram-Account rein.

Zutaten:
- Knollensellerie
- Gemüsebrühe
- Hefeflocken
- Mehl
- Paniermehl
- Öl
- Kartoffeln
- Rosmarin
- Champignons
- Sojasahne
- Gewürze (Salz, Pfeffer, Bärlauchsalz)

Zubereitung:
Panade für die Sellerieschnitzel vorbereiten: Einen tiefen Teller mit etwas Wasser füllen und 1-2 EL Hefeflocken und Mehl einrühren, bis eine klebrig-flüssige Pampe entstanden ist, in einen anderen Aller Paniermehl geben.
Die Knollensellerie schälen und in fingerdicke Scheiben schneiden, anschließend in Gemüsebrühe bissßfest kochen. Ofen auf ca. 200°C vorheizen, Kartoffeln putzen und halbieren und in eine Mischung aus Öl und Gewürzen (Pfeffer, Rosmarin) tunken und mit der Schnittseite auf ein Backblech legen. Für ca. 30 Minuten backen.
Pilze putzen und vierteln und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. Eine weitere Pfanne mit Öl erhitzen und die Sellerieschnitzel erst in die Mehlpampe, dann in das Paniermehl drücken und anbraten.
Die Pilze mit Sojasahne ablöschen und mit Salz und Pfeffer würzen.






Und die Kleinkindvariante:


Und das Gewinnspiel nicht vergessen!! Die Gewinnchancen sind bei so wenigen teilnehmen natürlich super!
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...